Seit einigen Jahren war sie in Therapie wegen Lungenkrebs. Sie beriet Frauen und Männer und war bekannt für ihre nachhaltigen frauenspezifischen Konzepte und Angebote. Sie war die Mutter und große Schwester (abla) der AWO-MitarbeiterInnen. Ayfer Gönen ist mit 78 Jahren am 05.Februar früh am Morgen um 03:30 Uhr verstorben. Bis zuletzt waren ihre Liebsten bei ihr.
Die ehemalige Mitarbeiterin der AWO Region Hannover e.V. Hatice Flörchinger über Ayfer Gönen: „Sie war eine wichtige, respektierte Person, mit einem großen Herz und mit einem immer offenen Ohr und war Hannovers große Schwester (abla), Vorreiterin der Frauenarbeit, Gründerin von „Igne-Gözü“ dem „Nadel-Öhr“. Es ist heute eine Einrichtung zur Qualifizierung, Beratung und Begegnung von Migrantinnen. Diese Arbeit läuft interkulturell weiter. Für Hannover war sie eine große Persönlichkeit, mit einem großen Fachwissen und Ansehen. Ihre Heimatstadt war Izmir. Sie kam als Arbeitnehmerin nach Hildesheim zu Firma Blaupunkt und arbeitete hier jahrelang als Übersetzerin und Dolmetscherin. Danach hat sie bei der AWO in Hannover 17 Jahre bei der Beratungsstelle für türkische Arbeitnehmer „Türk-Danis“ als Sozialberaterin gearbeitet und auch für türkische Mädchen und Frauen spezifische Angebote initiiert und durchgeführt. Insbesondere für die erste Generation der türkischen ArbeitnehmerInnen war sie eine wichtige Beraterin. Im Jahre 1996 bekam sie vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz ausgehändigt. Inci Atatop und Sahinde Demirer, die sie während ihrer Krankheit nicht alleine gelassen und gepflegt haben, teilen ihre Gefühle wie folgt mit: „ Hannover hat eine respektierte und wichtige Schwester (abla)verloren. Uns allen ein herzliches Beileid“.
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